Auf dem Rad um die Welt

Lukas Sikora ist seit anderthalb Jahren mit seinem Fahrrad unterwegs und es könnte ihm kaum besser gehen.

„Auf dem Fahrrad reist man viel intensiver. Man hört die Vögel zwitschern, kommt durch kleine Dörfer, lernt die Einheimischen kennen und kann jederzeit anhalten. Es gibt kaum bessere Möglichkeiten, ein Land kennenzulernen.“ – Lukas Sikora radelt inzwischen seit über anderthalb Jahren durch die Welt, hat in 17 Ländern sein Zelt aufgeschlagen und mehr als 18.000 Kilometer auf seinem Fahrrad zurückgelegt. Mit nur 20 Kilo Gepäck muss er sich auf das Nötigste beschränken.

Ein Luxusgut, auf das der 38-Jährige dabei nicht verzichten möchte, ist sein MP3-Player. „Wie oft ich pfeifend durch ein Dorf gefahren bin, weiß ich echt nicht mehr“, sagt er. Für die lang ersehnte Weltreise hat Sikora seinen Job als Softwareentwickler gekündigt und lebt seitdem von seinen Ersparnissen.

Lange hat es ihn noch nie an einem Ort gehalten: Mit acht Jahren ist der gebürtige Pole nach Berlin gekommen, ist dann nach Olfen, Wanne-Eickel, Bochum und schließlich nach Herne gezogen. Ob und wann Sikora zurückkommt, weiß er noch nicht, zwar fehlen ihm seine Familie und Freunde, doch allein fühlt er sich nie: „Denn ich lerne überall neue Menschen kennen.“

Freiheit und Ruhe sucht Lukas Sikora in der Ferne!

Hallo Ruhrgebiet! Irgendwann wird der Softwareentwickler zurückkehren – oder auch nicht.