Auf der Jagd nach Galaxien

Der gebürtige Wittener Marc Grabowski hat vor 22 Jahren seine Leidenschaft für die Sterne entdeckt.

Die Nacht ist eiskalt und sternenklar – Marc Grabowski (46) wird unruhig. Er muss raus. „Ich bin froh, dass meine Freundin dafür Verständnis hat“, sagt er mit einem Lächeln. Denn Grabowski wird wahrscheinlich erst in den frühen Morgenstunden zurückkehren. Stundenlang wird er in seinem Schrebergarten stehen, wo er einen Stromanschluss für seine Ausrüstung hat, und Tausende von Aufnahmen machen – Marc Grabowski fotografiert die Sterne.

Angefangen hat es vor 22 Jahren, als der gebürtige Wittener von seinem Fenster aus den Kometen „Hale Bopp“ sehen konnte und sich ärgerte, dass er kein Teleskop besaß. Kurze Zeit später kaufte er sich das erste gebrauchte Fernrohr.

Heute nutzt er den Himmel zur Entspannung. „Ich merke richtig, wie mein Puls dabei runtergeht“, sagt er. Der Orionnebel habe es ihm besonders angetan. Denn es ist eines der vielen Sternenentstehungsgebiete. Weiter hält er nach Galaxien und Planeten Ausschau, die er dann auch fotografiert. „Für mich ist das der perfekte Ausgleich zu meinem Job als Industrieanlagenreiniger“, sagt er.

Mit bloßem Auge sind die Motive von Marc Grabowski normalerweise nicht zu sehen .

Inzwischen wohnt er sogar auf einer Anhöhe in Bochum-Hiltrop, damit er das Teleskop auch auf den Balkon stellen kann, „aber oft muss ich wochenlang auf das perfekte Wetter warten“