Heißer, höher, schneller

Tim Aepfelbach sucht die Herausfordeung beim Laufen. Dabei trainiert er am liebsten im Team.

Draußen ist es kalt, nass und dunkel. Die Straßen sind fast leer, nur Tim Aepfelbach (46) läuft über den Rheinischen Esel. Er trainiert für den nächsten Lauf. Eigentlich sollte man meinen, dass es für ihn schwierig ist, eine neue Herausforderung zu finden. Schließlich war er allein 15 Mal beim Köln Marathon dabei, ist auf die Zugspitze gelaufen, hat den Ironman Triathlon in Frankfurt geschafft, und dann war da noch die Wüste – sechs Tage durch die Hitze, 250 Kilometer lang. „Da habe ich mich gefragt: Was ist möglich? Was kann ich schaffen?“, sagt er. Sogar ans Aufgeben habe er gedacht, aber wer jede Woche vier- bis fünfmal läuft, trainiert auch sein Durchhaltevermögen.

Selbst im Urlaub muss Aepfelbach sich erst bewegen, bevor er zur Ruhe kommt: „Auf Mallorca bin ich beim Triathlon gestartet, und meine beiden Jungs sind im Zielbereich mitgerannt“, erzählt er. „Das war großartig.“

Es ist aber nicht nur die Bewegung, die ihn reizt. Denn der Finanzberater ist kein einsamer Läufer. „Ich war von Anfang an im Verein und trainiere gerne im Team. In der Gemeinschaft macht es viel mehr Spaß“