Intelligent messen

Die sogenannten intelligenten Messsysteme sind digitale Zähler mit einem zusätzlichen Kommunikationsmodul, mit dem sie die Daten verschlüsselt übertragen.

Sie sind klein, übermitteln Daten und verschaffen uns einen transparenten Überblick. Die Stromzähler der Zukunft heißen Smart Meter. Sie erfüllen die künftigen Anforderungen des Stromnetzes. Denn immer mehr Windräder und Solaranlagen liefern Ökostrom, den das Leitungsnetz aufnehmen muss. Deren Ertrag schwankt und ist wetterabhängig. Damit das Stromnetz diese Schwankungen besser abfedern und Stromverbrauch und -erzeugung aufeinander abstimmen kann, braucht es intelligente Messsysteme, kurz iMsys.

Verschlüsselte Daten

Die Stadtwerke Herne starten im Spätsommer mit dem Einbau der Smart Meter. Ob Sie als Kunde damit ausgestattet werden, hängt von Ihrem Stromverbrauch ab. Liegt dieser jenseits der 6.000 Kilowattstunden im Jahr oder betreiben Sie eine PV- oder KWK-Anlage, bekommen Sie einen.

Auf die meisten Privathaushalte trifft das nicht zu. Sie erhalten eine moderne Messeinrichtung, kurz mMe. Der flächendeckende Austausch dieser elek-tronischen Zähler ist bis spätestens 2032 abgeschlossen. „Die moderne Messeinrichtung ist vor allem in Kombination mit der Energiedaten-App interessant. Auf dem Smartphone sehen Sie stets den aktuellen Stand Ihres Energieverbrauchs“, erklärt Sven Jankowski von den Stadtwerken Herne. Wer sich als Privatkunde für ein iMsys begeistert, bekommt auf Anfrage natürlich eines eingebaut – allerdings ist dies mit Kosten verbunden.

„Smart wird der Zähler erst durch sein Kommunikationsmodul, ein Gateway. Es sendet die vom Zähler erfassten Werte sicher verschlüsselt an unser System“, erklärt Jankowski. Damit die Stadtwerke-Mitarbeiter die smarten Zähler fachgerecht transportieren und einbauen können, haben sie eine Schulung erhalten. „Zum Schutz der Versorgungssicherheit, müssen wir eine sichere Lieferkette – kurz SILKE – gewährleisten. Schließlich gehören Energieanlagen zur kritischen Infrastruktur. Das stellt besondere Anforderungen an unsere Mitarbeiter. Die beginnen zum Beispiel beim polizeilichen Führungszeugnis und enden in einer Zertifizierung, dass sie die Geräte einbauen dürfen.“ Wer demnächst einen Smart Meter erhält, wird von den Stadtwerken Herne schriftlich informiert. Im Anschluss folgt eine Terminabsprache für den Zählertausch.


Vorteil: Smart Meter

Mit einem iMsys haben Sie Ihren Stromverbrauch im Blick. Tagesaktuell, im Vergleich zum letzten Monat oder Jahr sehen Sie Ihre Verbrauchswerte. Sie können Maximalwerte hinterlegen, dann warnt der Zähler, sobald diese überschritten werden. Gewerbekunden mit mehreren Filialen behalten den Überblick über die Stromverbräuche der einzelnen Läden.

So lassen sich Sparpotenziale entdecken, Prozesse optimieren, Stromspitzen erkennen und abfedern. „In den nächsten Jahren kommen weitere Funktionalitäten und Möglichkeiten hinzu. Wir stehen am Anfang dieser intelligenten Zähler, mit der Zeit kommen Erfahrungswerte hinzu und neue Produkte mit variablen Strompreisen“, sagt Sven Jankowski.


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