Digitalisierung erfordert mehr Sicherheit

Laut einer Umfrage waren mehr als die Hälfte aller Unternehmen bereits von Cyberattacken betroffen.

Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran. Etwa 50 Milliarden Geräte werden bis 2020 weltweit miteinander vernetzt sein. Dadurch steigt aber auch das Risiko von Übergriffen durch Cyberkriminelle. In einer Umfrage des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE), erklärten 53 Prozent der befragten Unternehmen und Hochschulen, dass sie schon mal Opfer eines Cyberangriffes waren.

Genaue Verbrechensrate unbekannt

Besonders gefährdete Unternehmensbereiche seien Forschung und Entwicklung und IT/Software, so der VDE in seinem Tech Report, der auf der Hannover Messe Industrie 2017 veröffentlicht werden soll. Es wurden 1.300 Unternehmen und Hochschulen nach Vorfällen befragt. 71 Prozent der Firmen und 68 Prozent der Schulen wurden Cyberkriminellen schon zum Opfer. „Wir gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist. Viele Unternehmen und Hochschulen wissen unter Umständen gar nicht, dass sie attackiert wurden“, sagt VDE-Vorstandsvorsitzender Ansgar Hinz.

Sicherheit von Einzelgeräten wichtig

Um zukünftig bessere Cyber-Security zu gewährleisten, bildeten VDE und Fraunhofer SIT nun die Taskforce „Identität und Integrität von Geräten und Systemen“. Ihr Ziel sei es, Anforderungen der Industrie zu sammeln, gemeinsame Lösungen zu identifizieren, sichere Schnittstellen zu entwickeln und Standards zu erarbeiten, erklärt sie in einem Positionspapier. Um die Integrität aller Geräte zu gewährleisten, müsse man die Einzelgeräteechtheit der vernetzten Objekte sichern. Das bedeutet, dass die Software und Hardware jedes einzelnen Geräts sicher sein muss.

Möchten Sie mehr zu Sicherheit im Intenet erfahren? Lesen Sie hier über das IT-Sicherheitsgesetz der Bundesregierung.